Begabungsförderung: Lernferien NRW: Make it smart – Programmieren & Technik
Eintrag vom 20. Mai 2026
In den Osterferien 26 durfte ich an den Lernferien NRW zum Thema „Make it smart – Programmieren & Technik“ im Science College Overbach in Jülich teilnehmen. Gemeinsam mit 20 Schüler*innen aus ganz NRW beschäftigte ich mich intensiv mit den Bereichen Programmieren, Technik und Elektronik.
Die Initiative „Lernferien NRW – Begabung fördern“ wird vom Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen finanziert, wobei die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung als Programmträger das Angebot der Lernferien bereitstellt. Lehrkräfte können einzelne Schüler*innen vorschlagen und Ihnen so die Teilnahme an dem vielfältigen Angebot ermöglichen.
Die Anreise erfolgte für mich mit dem Zug. Wegen Verspätungen und Zugausfällen war die Fahrt etwas stressig, aber im Zug lernte ich bereits die ersten Leute aus meinem Workshop kennen, wodurch es erträglicher wurde. Nach unserer Ankunft gab es zunächst eine Einführung, verschiedene Kennenlernspiele und etwas zu essen.
Die Woche bestand hauptsächlich daraus, eigene technische Projekte zu bauen und zu programmieren. Unterstützt wurden wir dabei von zwei Teamleitern. Zu Beginn lernten wir die Grundlagen des Lötens und erhielten eine Anleitung dafür, wie man die einzelnen Bauteile zusammensetzt. Anschließend konnten wir in unserem eigenen Tempo an unseren Projekten arbeiten und sie programmieren.
Im Laufe der Woche baute jeder Teilnehmer ein eigenes LED-Namensschild sowie eine persönliche Wetterstation. Die Wetterstation verfügte über LEDs und ein Display. Besonders spannend fand ich, dass man die Projekte individuell gestalten konnte. Beispielsweise konnte man bei der Wetterstation zusätzlich einen Lautsprecher, einen Luftqualitätsmesser oder einen Feuchtigkeitssensor einbauen. Je nachdem wofür man sich entschieden hat konnte sie am Ende auch die Raumtemperatur, Luftqualität oder Feuchtigkeit messen. Ich entschied mich dazu einen Feuchtigkeitssensor einzubauen und programmierte meine Wetterstation so, dass sie mir anzeigt, wann meine Pflanze gegossen werden muss.
Programmiert haben wir hauptsächlich mit Python am Laptop. Dort schrieben wir unsere Programme und luden sie direkt auf unsere Projekte. Anfangs wirkte vieles unglaublich kompliziert, aber die Teamleiter standen uns jederzeit zur Unterstützung bereit.
Am Ende der Woche präsentierten wir unsere fertigen Projekte und Programme. Mein größtes Erfolgserlebnis war der Moment, wenn man nach stundenlangem Löten und Programmieren das Projekt anschließt, den Code hochlädt und alles funktioniert. Gerade weil manchmal kleine Fehler im Code oder beim Zusammenbauen dazu führten, dass nichts funktionierte und man vieles wieder auseinanderbauen musste, war dieses Gefühl am Ende umso besser.
Neben den Workshops gab es auch verschiedene Freizeitangebote wie ein Astroabend, Nachtwanderungen, Karaoke und Lagerfeuerabende. Dadurch entstand schnell eine sehr gute Gruppengemeinschaft. Außerdem haben wir uns gegenseitig immer beim Programmieren oder Löten unterstützt und hatten gemeinsam sehr viel Spaß.
Auf den Fotos können unsere individuell gestalteten LED-Namenschilder, die Wetterstation (der kleine weiße Berg mit dem Bildschirm) und ein Einblick vom Programmieren betrachtet werden.
Insgesamt würde ich jedem empfehlen, an solchen Lernferien teilzunehmen – selbst wenn man vorher kaum Erfahrungen mit Technik oder Programmieren hat. Man lernt unglaublich viel, sammelt neue Erfahrungen und lernt viele tolle Menschen kennen.
Die nächsten Lernferien finden wieder in den Herbstferien statt, wenn ihr Interesse habt könnt ihr weitere Informationen unter Lernferien NRW finden und euch für die Anmeldung bei Herrn Bergel melden.
Text und Bilder: Jenna Braun
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