Kulturscouts der 9a im Stadttheater Bielefeld
Eintrag vom 24. April 2026
Unser Wandertag am 26.3.26 startete um 7:15 Uhr am Bahnhof Minden Richtung Bielefeld. Unser Ziel war das Stadttheater Bielefeld, wo um 9 Uhr unser Programm startete. Es ging los mit einer Führung durchs Theater, wir schauten uns die Publikumsränge an und nahmen die Bühne aus unterschiedlichen Perspektiven ins Visier. Anschließend schauten wir uns das große Lager voller Materialien für die verschiedenen Theaterstücke an.

In diesem Lager gab es auch einen riesigen Fahrstuhl, welcher mehrere Meter hoch war. Danach zeigte eine Mitarbeiterin uns die anderen Etagen. Im selben Gebäude befindet sich außerdem eine Malerei, wo für uns ein unbekannter Geruch (Farbe?!) im Raum lag. Eine hauseigene Tischlerei und eine Schlosserei gibt es auch, aber dort waren wir nicht. Danach sind wir durch einen riesigen Kleiderfundus gegangen und keiner von uns hat jemals so viele verschiedene Klamotten gesehen! (Es sind über 10.000 Kleidungsstücke by the way…)

Danach sind wir mit dem Fahrstuhl in die Etage gefahren, wo die Maler:innen wie Magier arbeiteten. Die Bilder an der Wand sahen aus wie Gemälde wie die von Leonardo da Vinci, einfach traumhaft! Außerdem sind wir dann in einem Raum gewesen, der voller Masken, Plastiken und Bühnenaccessoires war, die alle einzige und allein aus Styropor hergestellt wurden. Keiner von uns dachte, dass ein Mensch allein das hin bekommen kann, aber die Werke vor unseren Augen bewiesen uns das Gegenteil. Leider war der Mann nicht da, wir hätten alle gern gewusst, wie der Typ mit seinen Händen sowas hinbekommt.

Ein paar Meter weiter kamen wir in einen Raum der voller Perücken. Diese waren frisiert und sahen echt toll aus. Diese Perücken waren aus Echthaar, welches aus Asien gespendet wurde. Die sind besonders dick und eignen sich deswegen auch besonders gut für Perücken. Nach dieser interessanten Führung durften wir selbst aktiv werden. Anschließend gingen wir über eine Brücke die beide Gebäudeteile des Theaters miteinander verbinden. Diese Brücke wurde nachträglich gebaut und erleichtert seitdem allen den Alltag: Sowohl Bühnenteile als auch die Mitarbeitenden kommen nun ganz unproblematisch von Haus zu Haus – egal bei welchem Wetter.

Nach dieser interessanten Führung durften wir nun selbst aktiv werden. Zu Beginn des Workshops mit dem Titel „Bin ich Rassist:in?“ saßen wir in einer Runde und starteten das Warm-up mit einer Selbsteinschätzung, wie rassistisch wir selber sind. Im Anschluss daran folgten kleine Spiele zur Aktivierung, bevor wir in Kleingruppen eigene Szenen entwickeln sollten, in denen rassistisch gehandelt wird und die aber auf jeden Fall ein Happy End haben sollte. Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich und die Umsetzung ergab, dass doch das ein oder andere Schauspieltalent in unserer Klasse schlummert! Die kurzen Szenen spiegelten vor allem Rassismus wider, der uns im Alltag begegnet – und uns somit auch alle angeht! Es war eine intensive Workshopphase zu einem wichtigen und aktuellen Thema und es hat uns allen wirklich Spaß gemacht.

Gegen 12 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Bahnhof und fuhren tatsächlich mit einem pünktlichen Zug zurück nach Minden. Einige von uns ließen den Tag mit einem Bummel in Mindens Innenstadt ausklingen, andere wurden abgeholt.
Insgesamt ziehen wir ein durchaus positives Fazit, als Kulturscouts unterwegs gewesen zu sein und wären auch durchaus bereit für weitere Erfahrungen.
Autor*innen: Schüler*innen der Klasse 9a
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