Reden, überzeugen, gewinnen – unser Debattierwettbewerb
Eintrag vom 7. Februar 2026
Am Montag, den 19.01.2026 traten die Kursgewinner der Debattierkurse der 9. und 10. Stufe im Schulwettbewerb gegeneinander an. Doch was bedeutet es überhaupt, zu „debattieren“?
Eine Debatte besteht aus zwei Teams mit jeweils zwei Schülern: Zwei Personen vertreten die Pro-Seite und zwei die Contra-Seite. Sie debattieren eine Streitfrage, z.B. „Soll der Unterricht an der Verbundschule Hille erst um 9 Uhr beginnen?“ Die Pro-Seite vertritt die Meinung, dass eine Veränderung herbeigeführt werden muss und macht einen Vorschlag mit Begründung. Die Contra-Seite spricht sich für den Erhalt der aktuellen Situation aus und liefert Argumente für ihre Sichtweise.

Die Debatte besteht aus drei Runden: In der Eröffnungsrede wird von der Pro-Seite ein Vorschlag für eine Änderung einer bestehenden Regel gemacht und erste Argumente dafür dargelegt. Die Contra-Seite positioniert sich ebenso und begründet die eigene Position. Darauf folgt die freie Aussprache ohne vorgelegte Struktur, in der alle vier Schüler die Streitfrage diskutieren und mehr in die Tiefe gehen. Als letztes folgt die Schlussrede, bei der die Debattierenden die Debatte zusammenfassen und ihre endgültige Position nennen. Eine Jury – bestehend aus älteren Schülern, Lehrkräften und Zeitnehmer – bewerteten die Fähigkeiten der Debattierenden mit Blick auf ihre Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.
Es war ein spannender Tag, an dem folgende Streitfragen behandelt wurden:
„Soll für das Fahren von E-Scootern eine Führerscheinpflicht gelten?“
„Sollen schriftliche Prüfungen für den Schulabschluss am Computer geschrieben werden?“
Die Gewinner dieser Debatten waren Anna Luisa Wulf aus der 10g, Ida Südmeyer aus der 10c, Emma Stille aus der 9g und Maria Apoyan aus der 9g. Diese wurden Ende der vierten Stunde bekannt gegeben und dann fing die Vorbereitung auch schon an, denn die Gewinner traten nun im Finale gegeneinander in einer Debatte an, bei der die Streitfrage „Soll eine allgemeine Dienstpflicht für Jugendliche eingeführt werden?“ war.
Bei der Finaldebatte gab es mehr Publikum – was auch mehr Aufregung bedeutete, denn die Gymnasialklassen des 8. Jahrgangs hatten sich zum Zuschauen im Klausurraum versammelt. Es war eine spannende und lebendige Debatte. Als dann die Klingel ansagte, dass es vorbei war, sahen alle Debattierenden erleichtert, aber vor allem gespannt aus, denn gleich würden sie erfahren, wer welchen Platz belegte.
Als Sieger der Finaldebatte gingen Maria Apoyan und Anna Luisa Wulf hervor, welche Ende Februar unsere Schule bei der nächsten Runde, dem Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ in Detmold, vertreten. Sie werden von Ida Südmeyer und Emma Stille unterstützt und begleitet. Insgesamt war es ein sehr spannender und ereignisreicher Tag, von dem auch die Zuschauer etwas lernen konnten.
Autorin: Julia Trakilovic
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